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Pressemitteilungen

Langjährige Standesbeamtin Elvira Schröder

Langjährige Standesbeamtin Elvira Schröder geht in den Ruhestand

Die Ehen, die sie geschlossen hat, hat sie irgendwann aufgehört zu zählen. „Es waren Tausende“, sagt Elvira Schröder. Am Freitag wird sie ihr letztes Paar trauen, mit 65 Jahren verabschiedet sich Elvira Schröder in den Ruhestand. Viele Paare haben mit ihr einen der schönsten Momente ihres Lebens geteilt: Elvira Schröder ist seit 1983 Werderaner Standesbeamtin.

Menschen zu trauen war für sie immer mehr als ein Beruf: „Das ist eine Berufung, die schönste Seite der standesamtlichen Arbeit.“ 160 Trauungen gibt es in Werder durchschnittlich im Jahr, die meisten hat Elvira Schröder vorgenommen. Im Corona-Jahr werden es freilich weniger. Getraut wird im Alten Rathaus, in der entweihten Petzower Kirche und auf der MS Bismarckhöhe.

Elvira Schröder hat dort viele wunderbare Eheschließungen erlebt – und einige sehr individuelle. Manche Bilder werden ihr in Erinnerung bleiben: Paare, die die Eheringen von ihren Hunden überreichen ließen, Eheleute, die mit dem Tandem zur Trauung kamen oder hoch zu Ross, ein getrenntes Paar, dass sich zum Datum der Goldenen Hochzeit wieder neu vermählte.

Unlängst krabbelte während einer Trauung ein kleines Kerlchen an ihren Füßen hoch, das Kleinkind des Brautpaars. Sie setzte es sich auf den Schoß und machte weiter. Einem hungrigen Bräutigam konnte sie mal mit ein paar Keksen helfen. Einmal, erzählt sie, hatte ein Bräutigam kurz vor der Trauung plötzlich Durst bekommen. „Er wollte Schnaps von mir, ich hatte aber nur Tee anzubieten.“

Tatsächlich habe sie die Herren oft aufgeregter erlebt als die Damen. „Ein Bräutigam hatte solche Atemnot, dass er das Ja-Wort nicht gleich rausbekam“, schmunzelt sie. Sie musste nochmal ganz ruhig nachfragen, dann klappte es. Als Standesbeamtin muss sie die Eheschließung schließlich beurkunden. Trauungen seien die schönste Seite ihrer Arbeit, die u.a. auch viel Büroarbeit wie die Beurkundung von Geburten und Sterbefällen, Vaterschaftsanerkennungen und Namenserklärungen beinhaltet.

In den Anfangsjahren sei sie häufig selbst aufgeregt gewesen, habe bei einer ihrer ersten Trauungen mit ihrem Text nochmal von vorn beginnen müssen. Mit den Jahren sei es ihr leichter gefallen, für verschiedene Paare die richtigen Worte zu finden. Sie betont dabei gern, worauf es in der Ehe ankommt: Liebe, Achtung, Vertrauen, Verständnis, Verzeihen. Sie ist mit ihrem Mann selbst seit 44 Jahren verheiratet.  

Die Leute seien heute älter, wenn sie heiraten, als das in der DDR der Fall war. „Früher machte man das, weit bevor man 30 war, heute oft erst danach.“  Auch der Kleidungs- und natürlich der Musikgeschmack habe sich geändert: Während noch bis in die 90er-Jahre häufig der Hochzeitsmarsch gespielt wurde, ist er heute die Ausnahme. Musik aus Musicals, aktuelle Titel oder ihre „Kennenlernmusik“ werden von Brautpaaren häufig mitgebracht, aber auch ausgefallene Stücke aus TV und Kino.

Ihr hat es ganz besonders gefallen, als bei einer standesamtlichen Trauung in der Petzower Kirche „Für Dich soll‘s rote Rosen regnen“ abgespielt wurde. „Dazu wurden von der Kanzel Rosenblätter auf das Paar gestreut.“ Ihre letzte Trauung am morgigen Freitag im Alten Rathaus – sie werde ihr nicht leicht fallen.

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Polizei

Erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsamt in einer Brennpunktlage in Werder

Polizei und Ordnungsamt verbessern Hand in Hand die Sicherheitslage: Was bei der Kontrolle des Infektionsschutzgesetzes gang und gäbe war und ist, hat in Werder (Havel) im Sommer auch in einer Brennpunktlage funktioniert: Anwohner hatten sich über laute Musik und Feuerwerke zu nachtschlafender Zeit, über Schmierereien und Sachbeschädigungen beschwert. Im Juni musste die Polizei bei einer Prügelei zwischen mehreren Jugendlichen eingreifen. Im selben Monat wurde ein Passant, der bei einer Sachbeschädigung des Zielrichterhauses eingreifen wollte, bedroht und geschlagen.
 
„Alkohol und offenbar auch Drogen waren immer wieder im Spiel“, so Bürgermeisterin Manuela Saß bei einem gemeinsamen Pressetermin mit Innenminister Michael Stübgen und dem Leiter der Polizeidirektion West, Karsten Schiewe, am Mittwoch vor Ort. „Grundsätzlich war ja verständlich, dass junge Leute nach dem Lockdown rauswollten. Es kam aber zu massiven Grenzüberschreitungen, die so nicht hinnehmbar waren“, so die Bürgermeisterin.
 
Die Zuständigkeit lag teilweise beim städtischen Ordnungsamt (bspw. Jugendschutz, Nachtruhe) und teilweise bei der Polizeidirektion West (bspw. Drogenkonsum, Sachbeschädigung, versuchter Einbruch). „Es gab intensive Abstimmungen über einen gemeinsamen Maßnahmekatalog“, so Innenminister Stübgen. Seit Anfang Juli hatte es gemeinsame Streifentätigkeiten von Polizei und Ordnungsamt in den Abendstunden und an den Wochenenden gegeben. In den Nachtstunden patrouillierte die Bereitschaftspolizei.
 
Das Zielrichterhaus selbst wurde durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes besetzt. Auch Werderaner Streetworker waren dabei eingebunden. Die Maßnahmen zeigten in wenigen Wochen Wirkung.  Manuela Saß und Michael Stübgen dankten allen Beteiligten für die erfolgreiche Zusammenarbeit.  „Durch die enge  Kooperation gab es eine schnelle Beruhigung der Lage in Werder“, sagte die Bürgermeisterin. „Das zeigt beispielhaft, wie man gemeinsam gute Lösungen für mehr Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger erreichen kann. Es ist auch unter den aktuellen Vorzeichen wichtig, dass der Rechtsstaat Präsenz zeigt“, so der Innenminister.

Vollsperrung der Klaistower Straße in Glindow

12.10.2020 Nächste Woche beginnen die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Bau des neuen Bildungscampus‘ in Glindow. Ein neuer Kreisverkehr wird gebaut, der die Anbindung des künftigen Campusgeländes an die L90 ermöglicht. Die Arbeiten zur Herstellung des Kreisverkehrs beginnen am Montag, den 19. Oktober, und sollen voraussichtlich Ende Mai 2021 abgeschlossen sein.

Der Verkehr muss für den gesamten Zeitraum über die Straße Am Gewerbepark sowie über die Straße Langer Grund umgeleitet werden. Die Umleitung wird ausgeschildert. In der Umleitungsstrecke muss der Verkehr teilweise durch eine Engstelle mit Hilfe einer Lichtzeichenanlage geführt werden.

Die Tankstelle sowie die anderen Gewerbeeinheiten im Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr Bliesendorf sowie der Baustelle sind von Richtung Bliesendorf erreichbar. Zusätzlich wird die Heinrich-Heine-Straße an den neuen Kreisverkehr angebunden und während der Baumaßnahmen zeitweilig in diesem Bereich gesperrt.

Gleichzeitig wird die die Auf- und Abfahrt Glindow der A10 und die L 90 im Autobahnanschlussbereich ab Montag, den 19. Oktober, für voraussichtlich zwei Monate voll gesperrt. Grund sind die Bauarbeiten auf der L90 zwischen und Glindow und Klaistow. Mehr Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Landesbetriebs Straßenwesen unter diesem Link: https://www.ls.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.680348.de

Neues Tanklöschfahrzeug für Glindower Feuerwehr

Die technischen Werte, die Glindows Ortswehrführer Stefan Bohnebuck am Samstag nannte, waren schon beeindruckend: 16 Tonnen Gewicht, 4000 Liter Wasser und 500 Liter Schaum, 320 PS. Hinter den Zahlen steckt das neue Tanklöschfahrzeug der Glindower Freiwilligen Feuerwehr TLF 4000 St im Wert von 380.000 Euro. Sechs Feuerwehrleute können in dem allradgetrieben MAN mitfahren.

Bei einem Tag der Offenen Tür wurde das komplett von der Stadt finanzierte, neue Fahrzeug am Samstag von Bürgermeisterin Manuela Saß, dem 1. Beigeordneten Christian Große und Stadtwehrführer Sebastian Schenk an Stefan Bohnebuck und seine Mannschaft übergeben. Aufgeregte Kinder zählten rückwärts von 10 bis 0, bevor das Fahrzeug effektvoll durch einen künstlichen Nebel von der Dr. Külz-Straße zur Wache einbog.

Bürgermeisterin Saß erinnerte daran, dass die Anschaffung auf den vor zwei Jahren von den Stadtverordneten verabschiedeten Gefahrenabwehrbedarfsplan zurückgeht. Darin ist die personelle und technische Einsatzstärke der sieben Ortswehren der Stadt Werder dargestellt. Daraus abgeleitet werden Ziele und erforderliche Investitionen für die kommenden Jahre.

„Es ist eine Art To-Do-Liste für unsere Feuerwehren. Viele der Ziele haben wir bereits erreicht“, so die Bürgermeisterin. „Eines ist heute die Investition in ein neues Tanklöschfahrzeug für unsere tolle Mannschaft hier in Glindow. Sie haben sich das verdient!“ Nicht zuletzt gehöre Glindow zu den Feuerwehren, deren Einsatzstärke in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen sei.

Insgesamt habe sich die Zahl der Einsatzabteilung der Werderaner Wehren in den vergangenen zwei Jahren von 144 auf 185 Feuerwehrleute erhöht. „Dieser Zuwachs um 28 Prozent ist nicht allein mit unserem Einwohnerzuwachs zu erklären. Das hat etwas mit der Stimmung und dem Engagement aber auch dem Ansehen unserer Freiwilligen Feuerwehren zu tun“, so Manuela Saß.

Mit der feierlichen Schlüsselübergabe an Stefan Bohnebuck wurde auch ein Kuscheltier übergeben, das zur festen Ausstattung des neuen Einsatzfahrzeuges gehört. Sind an Einsatzorten Kinder involviert oder betroffen, so soll es beim Trösten helfen. Pfarrer Nikolai Jünger segnete das Fahrzeug und alle, die damit zum Einsatz fahren werden.

In den kommenden Tagen stehen mit der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses in Plessow und der Übergabe des neuen Drehleiterfahrzeuges in Werder gleich zwei weitere wichtige Termine für die Einsatzabteilungen an. „Es geht um die bestmögliche Ausstattung für Leute, die sich freiwillig für uns in Gefahr begeben“, so Stadtwehrführer Schenk.

Foto: Stadt Werder (Havel) / hkx

Verkehrseinschränkungen wegen Ruderwettkampf

Aufgrund der 24. Deutschen Sprintmeisterschaft im Rudern wird es im Zeitraum vom 9. bis 11. Oktober in Werder (Havel) zu einem verstärkten Verkehrsaufkommen rund um die Inselstadt kommen. Besonders betroffen davon sind der Hartplatz vor der Inselbrücke (der zentrale Cityparkplatz, der teilweise den Wettkämpfern zur Verfügung stehen wird), der Parkplatz Mühlenberg, die Uferstraße und der Parkplatz Werder-Wiesen gegenüber dem Sportplatz.

Veranstalter ist der Ruder-Klub Werder (Havel). Im Wettkampfbereich gilt Corona-bedingt ein Hygienekonzept. Gäste werden gebeten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, da die Inselstadt für diese Sportveranstaltung verkehrsfrei gehalten wird. Für Ruderfreunde werden die Wettkämpfe auch in einem Livestream übertragen.

Zukunftsrat tagte zum Zukunftshaushalt

Sie heißen Cora, Isabella, Jonathan oder Moritz. Sie reden gern über Musik und Fußball, über Klamotten oder Videospiele. 23 zufällig ausgeloste Kinder und Jugendliche aus der Stadt und den Ortsteilen bilden den neuen Werderaner Zukunftsrat. Am Freitag tagte das Gremium, dass die Wahlen zum Zukunftshaushalt vorbereiten soll, zum ersten Mal.

„Ihr bereitet hier die Entscheidung darüber vor, wie 200.000 Euro verwendet werden sollen“, sagte Werders 1. Beigeordneter Christian Große zur Begrüßung. „Dabei könnt ihr lernen, wie Demokratie funktioniert.“ Genau das ist die Idee hinter dem Werderaner Zukunftshaushaltes: Kinder und Jugendliche mit kommunalpolitischen Prozessen vertraut zu machen und sie tatsächlich abstimmen zu lassen.

Vom Zukunftshaushalt hörten viele der Jugendlichen bei dem Treffen zum ersten Mal: Er ist ein Bürgerhaushalt, bei dem alle Einwohner der Stadt Vorschläge für Projekte einreichen können. Welche der 43 eingereichten Projekte finanziert werden, entscheiden jedoch Kinder und Jugendliche. Das soll voraussichtlich im November bei Wahlen in den Werderaner Schulen geschehen.

Der Zukunftstrat bereitet diese Wahlen vor und soll zum Beispiel überlegen, wie viele Stimmen die Kinder und Jugendlichen abgeben können. Betreut wird er von der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg und vom Referenten für Einwohnerbeteiligung der Stadt Werder (Havel), Linus Strothmann, der auch für das Gesamtverfahren zuständig ist.

Nach Kennenlernrunden, bei denen es um Lieblingsthemen, Lieblingsorte oder Wünsche ging, kamen die Kinder und Jugendlichen schnell zur Sache. Zunächst wurde thematisiert, wo eigene Prioritäten bei den städtischen Themen liegen: vor allem bei Sportanlagen, Radwegen sowie der weiteren Digitalisierung der Schulen sehen sie Handlungsbedarf.

Dann begann die eigentliche Aufgabe: Die 43 Vorschläge des Zukunftshaushaltes darauf zu prüfen, ob sie für Kinder und Jugendliche verständlich sind. Zu jedem Vorschlag konnten Fragen, Verbesserungsvorschläge und Hashtags aufgeschrieben werden. Schnell zeigte sich: Viele Vorschläge sind noch zu lang, sollten in einem Satz zusammengefasst werden. Manche Vorschläge doppeln sich auch.

„Die Hinweise des Zukunftsrates waren sehr wertvoll und werden uns bei einer Zusammenstellung aller Vorschläge helfen, die auch ein Zehnjähriger ohne weiteres versteht“, sagte Linus Strothmann nach dem Treffen. Anhand der Hinweise werden die Vorschläge nun durch die Fachstelle und den Einwohnerbeteiligungsreferenten überarbeitet und dann dem Zukunftsrat auf dem zweiten Treffen am 9. Oktober vorgelegt.

Bis dahin sollen auch schon Designvarianten für die Präsentation der Vorschläge in einem Wahlheft fertig werden. Über beides soll dann der Zukunftsrat entscheiden, in den Herbstferien werden die Wahlunterlagen erstellt. „Die Schulen haben dann die Möglichkeit, das Thema mit den Wahlheften, einer Posterausstellung und einer von uns bereitgestellten Präsentation zu vermitteln“, so Linus Strothmann.

Eines hat der Zukunftsrat schon entschieden: Da im Zukunftshaushalt mindestens sechs Vorschläge finanziert werden können, weil jeder Vorschlag maximal 30.000 Euro Förderung bekommt, haben sie sich schnell darauf geeinigt, dass jede Schülerin und jeder Schüler sechs Stimmen verteilen darf. Und: Jeder Vorschlag kann nur eine Stimme erhalten. Auch hier waren sie sich fast alle einig.

Weitere Informationen unter: https://www.werder-havel.de/werder/64-containerkategorie/116-sehenswuerdigkeiten/1304-zukunftshaushalt

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Henry Klix

Auf Anordnung

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