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Pressemitteilungen

Kitabetreuung in den Sommerferien geändert

Die Stadt Werder (Havel) wird die Ferienbetreuung an ihren Kitas anders als in den Vorjahren organisieren. Darüber hat der 1. Beigeordnete Christian Große die Vorsitzenden der Kitausschüsse informiert. In den Vorjahren ist eine Kita für die Sommer-Ferienbetreuung offen geblieben, alle anderen Einrichtungen wurden für zwei Wochen geschlossen.

In diesem Jahr sollen – je nach Antragstellung der Eltern – bis zu drei kleine Kitas und ein Hort für die Ferienbetreuung geöffnet bleiben. Die anderen Kitas werden zwischen dem 20. und 31. Juli geschlossen. Dieser Plan steht unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der rechtlichen Vorgaben.

Die Stadt könne aufgrund bereits terminierter Baumaßnahmen und des Urlaubsbedarfs in den Einrichtungen leider nicht alle Kitas geöffnet halten. „Auch die Eltern sollten sich nach den herausfordernden vergangenen Wochen möglichst um einen gemeinsamen Erholungsurlaub mit den Kindern bemühen“, so Christian Große.

Für die Planung sollen Eltern bis spätestens 20. Juni die Ferienbetreuung beantragen, der Antrag dafür ist auf der städtischen Homepage (Thema Corona oder Aktuelles) zu finden oder unter diesem Link: https://www.werder-havel.de/media/com_form2content/documents/c2/a2099/f129/Antragsformular%20Ferienbetreuung.pdf .

Freundliche Grüße, Henry Klix

Anlaufstelle für Atemwegserkrankte

Anlaufstelle für Atemwegserkrankte bleibt noch bis 5. Juni in Betrieb

Die Anlaufstelle für Atemwegserkrankte in Werder bleibt bis noch zum Freitag, den 5. Juni, in Betrieb. „Vor dem Hintergrund stark gesunkener Patientenzahlen wird die Anlaufstelle dann zunächst geschlossen“, sagt Werders 1. Beigeordneter Christian Große. Ab 8. Juni werden die beteiligten Hausärzte ihre Patienten in eigenen Infektionssprechstunden in den Praxen behandeln. Näheres regeln die Praxen. „Sollte die Lage es erfordern, können wir die Anlaufstelle in der Turnhalle jederzeit reaktivieren“, so Christian Große.

Die Anlaufstelle für Atemwegserkrankte ist eine gemeinsame Initiative von Hausärzten aus dem Raum Werder (Havel) mit der Stadt Werder (Havel) und ist mit dem Gesundheitsamt des Landkreises abgestimmt. Ziel ist es, den möglichen Kontakt von Werderaner Hausarztpraxen und deren Patienten mit potenziellen Coronafällen zu vermeiden beziehungsweise auszuschließen.

Seit der Eröffnung am 18. März bis einschließlich 29. Mai wurden in der Anlaufstelle 1554 Patienten versorgt und davon 824 abgestrichen. Im Mai hatten sich die Patientenzahlen gegenüber April auf ein Drittel reduziert. Der noch gestern kommunizierte Plan, mit der Anlaufstelle in einen der beiden Umkleidebereiche des Arno-Franz-Sportplatzes umzuziehen, wurde in Abstimmung mit der Ärzteschaft verworfen.

Freundliche Grüße, Henry Klix

Ab 2. Juni eingeschränkte Regelbetreuung in Werder

Werders 1. Beigeordneter Christian Große hat die Kitaausschüsse am gestrigen Donnerstag über die eingeschränkte Regelbetreuung in den kommunalen Kitas und Horten in Werder (Havel) informiert. Sie wird am kommenden Dienstag, 2. Juni, beginnen. Voraussetzung dafür war die am 28. Mai veröffentlichte neue „Allgemeinverfügung des Landkreises Potsdam-Mittelmark über die Übertragung der Entscheidung über die Aufnahme in die eingeschränkte Regelbetreuung“.

„Mit den Vorgaben des Landkreises ist es uns möglich, fast alle Kinder zumindest zeitweise in den Kindertagesstätten und Horten aufzunehmen“, so Christian Große. „Trotzdem sollten wir nicht vergessen, dass wir und weiterhin in einer außergewöhnlichen Situation befinden.“

Um einen größtmöglichen Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona- Virus zu erreichen, werden eine Reihe von Maßnahmen in den Einrichtungen umgesetzt. So wird es konstante Gruppen mit festem Personal geben. Erweiterte Hygiene- und Reinigungsmaßnahmen werden veranlasst. In den Bringe- und Abholsituationen sollen Kontakte auf ein Minimum reduziert werden.  Kinder mit Covid-19-Symptomen oder Kinder, die Kontakt zu Infizierten hatten, dürfen nicht in die Einrichtungen gebracht werden. Eltern müssen dafür täglich in der Kita unterschreiben.

Um sicherzustellen, dass das pädagogische Personal den Alltag in den einzelnen Gruppen gestalten kann, werden die Öffnungszeiten ab dem 2. Juni in allen Einrichtungen auf eine gemeinsame Zeit von 7 bis 16 Uhr angepasst. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass dies für Eltern, die ihre Kinder bereits in der Notbetreuung haben, auch zu Problemen und Einschränkungen führen kann“, so Christian Große. „Organisatorisch ist unter den gegebenen Umständen eine eingeschränkte Regelbetreuung aber leider nicht anders für uns umzusetzen.“

Mit dem Maßnahmenpaket könne – zusätzlich zu Notbetreuung - eine Betreuung fast aller anderen der Kinder an ein und zum Teil auch zwei Tagen in der Woche für jeweils sechs Stunden ermöglicht werden, erklärt der 1. Beigeordnete weiter. Für Vorschulkinder werde eine Betreuung an zwei bis drei Tagen für jeweils sechs Stunden ermöglicht. Die Eltern werden seit Donnerstag von den Einrichtungen kontaktiert und über die jeweilige Betreuungszeiten für ihr Kind informiert.

Freundliche Grüße, Henry Klix

Einige Beschlüsse der Stadtverordneten vom 28. Mai

Einige Beschlüsse (Auszug)

Die Stadtverordneten haben der Entscheidung der Bürgermeisterin, den Kameraden Sebastian Schenk zum 1. Juni für die Dauer von sechs Jahren als ehrenamtlicher Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Werder (Havel) zu ernennen, einstimmig zugestimmt. Seit zwei Jahren ist die Position unbesetzt. Sebastian Schenk und Stephan Kranig teilten sich die Leitung als Stellvertretende Stadtwehrführer. Nach einer Ausschreibung und Befragung der zwei Bewerber sprachen sich 78 Prozent der Führungskräfte der Werderaner Feuerwehren für Sebastian Schenk aus, ebenso der Kreisbrandmeister Jens Heinze und die Leitung des Fachbereichs 3. Die Bürgermeisterin folgte dieser Empfehlung. Sebastian Schenk ist 38 Jahre alt und ist bereits als 15-Jähriger in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten. Seit fünf Jahren ist er Ortswehrführer der Plessower Feuerwehr. Seit 2017 ist er Löschzugführer des Löschzuges 2 und Stellvertretender Stadtwehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Werder (Havel).

Die Stadtverordnetenversammlung haben eine neue Satzung über den Zuschuss zur Versorgung mit Mittagessen für die Kindertagesstätten, Horten und alternativen Betreuungsformen in Trägerschaft der Stadt Werder (Havel) (Essensgeldsatzung) beschlossen. Dieser Beitrag wird in Werder ab 1. August von 1,70 auf 1,87 Euro steigen. Ursprünglich war die Beitragserhöhung höher kalkuliert worden. Nach einem Änderungsantrag wurden die Bereiche Strom, Küche und Müll aber aus der Kalkulation gestrichen. Somit sind nur Lebensmittel und Wasser in der Kalkulation verblieben. Das Kitagesetz legt eine Beteiligung der Personensorgeberechtigten in Höhe der durchschnittlich ersparten Eigenaufwendungen fest, gibt aber keine Vorgaben zur Ermittlung der Höhe. Die tatsächlichen Kosten für das Kitaessen betragen in Werder aktuell 3,34 Euro. Neu in der Satzung ist die Möglichkeit einer taggenauen Abrechnung des Beitrages, die nun auf Wunsch von Eltern alternativ zu einer monatlichen Pauschale gewählt werden kann.

Die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Freigabe verkaufsoffener Sonn-und Feiertage ist auf Beschluss der Stadtverordneten geändert worden. Die Verkaufsstellen dürfen nun nur noch aus Anlass der Herbstruderregatta am 13. September und des Weihnachtsmarktes am 29. November am Sonntag geöffnet werden. Die ersten drei Termine am 24. Mai, 7. Juni und 23. August wurden vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der Untersagung großer öffentlicher Veranstaltungen – hier Werder Classic, dem German Masters Championat und dem Kunsthandwerkermarkt - ersatzlos gestrichen. Verkaufsoffene Sonntage sind nur mit Bezug zu besonderen Ereignissen bzw. Veranstaltungen erlaubt.

Die Stadtverordneten haben die Stadtverwaltung beauftragt, Eltern mit Notbetreuung von den Kita-Beiträgen für die Monate April und Mai 2020 zu entlasten. Die Landesregierung hatte angekündigt, für alle Eltern, die in der Corona-Krise keinen Anspruch auf Notbetreuung haben, ab April die Kita-Beiträge übernehmen zu wollen. Dafür sollen etwa 14 Millionen Euro pro Monat bereitgestellt werden. Mit dem Beschluss der Stadtverordneten sollen nun auch Mitarbeiter kritischer Infrastrukturen mit Kindern in der Notbetreuung entlastet werden. „Es ist ein wichtiges Zeichen des Dankes für unsere Bürgerinnen und Bürger in den systemrelevanten Bereichen, wenn sie eine finanzielle Entlastung erhalten. Es ist auch ein wichtiges Signal, dass wir in unserer Stadt auch in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalten“, wie es in der Beschlussbegründung heißt. Die Kosten der Entlastung bezifferte der 1. Beigeordnete Christan Große auf etwa 66.000 Euro.

Vorschläge für den Zukunftshaushalt gefragt

Einstimmig haben die Stadtverordneten auf der gestrigen Stadtverordnetenversammlung das Verfahren zum Zukunftshaushalt beschlossen. Der Zukunftshaushalt ist eine besondere Form des Bürgerhaushalts. Wie sonst üblich können alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Vorschläge für Projekte einreichen. Das Besondere am Werderaner Zukunftshaushalt: Über die Vergabe der 200.000 Euro entscheiden Kinder und Jugendliche der Stadt.

„Wir drehen den Spieß um. Nicht Erwachsene sagen, für welche Kinder- und Jugendprojekte es Geld gibt. Sondern umgekehrt wird der jungen Generation die Entscheidung dafür übertragen, welche Projekte sie für ihre Stadt für sinnvoll erachten“, sagt Bürgermeisterin Manuela Saß. „Dabei lernen sie auch wie Demokratie funktioniert. Und als Stadt bekommen wir einen Eindruck davon, wie der Nachwuchs seine Prioritäten setzt.“

Das Verfahren besteht aus mehreren Phasen. Zunächst können ab sofort alle Werderaner Vorschläge für Projekte einreichen. Es sollte sich um Projekte handeln, die der Allgemeinheit oder einem größeren Kreis von Werderanern zugutekommen. Die Projekte können von der Stadt oder auch gemeinnützigen Vereine umgesetzt werden. „Die Klassiker in vielen Bürgerhaushalten sind Parkbänke, Spielgeräte für Spielplätze, kleine Infrastrukturmaßnahmen oder auch Nachbarschaftsfeste. Ich bin gespannt, was den Werderanern so einfällt“, so Manuela Saß.

Um einen Vorschlag einzureichen gibt es zwei Wege. Am einfachsten ist die Eintragung über die Beteiligungsplattform der Stadt www.werder-havel.de/onlinebeteiligung . Hier kann man sich mit einer E-Mail anmelden und einen Vorschlag anlegen. Vorschläge können mit dem Kennwort „Zukunftshaushalt“ aber auch direkt an den Referenten für Einwohnerbeteiligung Dr. Linus Strothmann in der Stadtverwaltung Werder (Havel), Eisenbahnstraße 13/13 in 14542 Werder (Havel) oder l.strothmann@werder-havel.de geschickt werden. Er kann auch bei der Einreichung und Formulierung helfen.

Die Vorschläge werden dann von der Verwaltung geprüft und gegebenenfalls in Absprache mit den Einreichenden verändert, um eine Reihe von Kriterien zu erfüllen. Dazu zählt zum Beispiel, dass das Projekt im Haushaltsjahr 2021 umsetzbar ist und dass es keinen übergeordneten Planungen entgegenwirkt. „Im August werden wir den Stadtverordneten alle geprüften Vorschläge vorlegen können“, sagt Linus Strothmann.

Die Stadtverordneten können dann per Beschluss Vorschläge von dem folgenden Prozess ausschließen. Im Herbst sind dann die Schülerinnen und Schüler der Stadt am Zug und entscheiden, welche Vorschläge Gelder bekommen. Hierzu sollen auch Diskussionen an den Schulen stattfinden sowie Wahltage, an denen die Entscheidung gefällt wird.

„Es gibt hierzu an sich bereits einen mit den Schulen besprochenen Ablauf. Wir müssen aber abwarten, wie der Regelbetrieb im Herbst aussieht, und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen“, sagt Linus Strothmann, der das Verfahren mit der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung Brandenburg abgestimmt hat. „Was wir nicht wollen, ist dass das Verfahren eine zusätzliche Belastung für die Schulen wird. Durchführen wollen wir es aber in jedem Fall, wenn auch eventuell etwas verzögert. Denn am Ende ist der Zukunftshaushalt ein deutschlandweit einmaliges Experiment Kindern und Jugendlichen mal das Zepter in die Hand zu geben.“

Weitere Informationen gibt es unter www.werder-havel.de/onlinebeteiligung. Dort ist ab sofort auch der Entwurf des Basiskonzeptes für das neue Baumblütenfest zu finden und kann kommentiert werden. Mehr dazu in unserer Pressemitteilung vom 20. Mai: https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/politik-rathaus/2083-konzeptentwurf-f%C3%BCr-neues-baumbl%C3%BCtenfest-wird-ver%C3%B6ffentlicht.html .

Freundliche Grüße, Henry Klix

Werderaner Stadtverordnetenversammlung

Die nächste Sitzung der Werderaner Stadtverordnetenversammlung findet am Donnerstag, 28. Mai, um 18.30 Uhr in der Havelauenhalle, Potsdamer Straße 4, statt. Die Tagesordnung finden Sie in unserem Amtsblatt unter diesem Link: https://www.werder-havel.de/media/com_form2content/documents/c29/a1642/f222/20-05-20.pdf

Freundliche Grüße, Henry Klix

Tourist-Information startet am 25. Mai

Tourist-Information startet am 25. Mai in die Saison

Die Tourist-Information (TI) der Stadt Werder (Havel) am Plantagenplatz 9 wird am 25. Mai wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Wegen der Eindämmungsmaßnahmen war die TI im Lindowschen Haus wie alle städtischen Einrichtungen geschlossen und nur per E-Mail oder telefonisch oder über im Außenbereich aufgestellte Flyerständer erreichbar. „Wir haben vielfältige Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um die Gäste unserer Stadt, die Gastgeber, interessierte Einheimische und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen", so der 1. Beigeordnete Christian Große. „Die Hygienestandards, die in den vergangenen Wochen intern galten, wurden erweitert und an die neuen Anforderungen angepasst.“

Sachgebietsleiter Steffen Marten ergänzt, dass „beispielsweise die Anzahl an Gästen oder Gastgebern im Innenraum der TI auf zwei Personen begrenzt wird“. Besucher nutzen die Eingangstür zum Betreten, der Ausgang ist über den Innenhof ausgeschildert. Der Zutritt ist nur mit Mund-Nasen-Schutz erlaubt. Zu den weiteren Sicherheitsmaßnahmen gehörten Plexiglasschutzscheiben am Tresen.

„Aktuell, das lässt sich an der Vielfalt der Anrufe und E-Mails ablesen, sind der Pandemie geschuldet Aktivangebote im Freien stark nachgefragt. Prospekte mit Radtouren und Wanderwegen sind bereits in großen Mengen auf dem Postweg an Interessierte versandt worden“, informiert Steffen Marten. Aber auch die Möglichkeiten, an Dampferfahren teilzunehmen oder selbst Boote oder SUP auszuleihen, gehörten zu häufigen Fragen.

Die erst im vorigen Jahr am neuen Standort eröffnete Tourist-Information, die Gäste und die Bewohner der Blütenstadt vielfältig über Freizeitmöglichkeiten, Veranstaltungen und Sehenswürdigkeiten in der Stadt und der Region informiert, hält auch intensiven Kontakt zu den Gastgebern. Während der Schließzeit wegen der Corona-Pandemie wurden die Anbieter von Ferienwohnungen oder Freizeitangeboten beispielsweise per E-Mail zu den aktuellen Vorgaben der Reisebranche informiert und telefonisch beraten.

Für die kurbeitragspflichtigen Gäste unseres „Staatlich anerkannten Erholungsortes“ wurde auch für diese Saison ein Couponheft, das sie von ihrem Gastgeber mit der Gästekarte bekommen, aufgelegt. Darin finden die Urlauber vielfältige Vergünstigungen und zusätzliche Leistungen in vielen touristischen Einrichtungen der Stadt. Dieses Couponheft, Meldescheine sowie das Reisemagazin mit dem Gastgeberverzeichnis können touristische Anbieter in der Tourist-Information abholen. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten wird, gerade bei höheren Stückzahlen, um Terminabsprache gebeten.
In dem Reisemagazin vereinen sich Informationen zu Unterkünften, Campingplätzen und Gastronomie im Bereich Schwielowsee und Werder (Havel). In dem von beiden Kommunen gemeinsam herausgegebenen Magazin gibt es aber auch viele Informationen zu interessanten touristischen Zielen, Sehenswürdigkeiten, Geheimtipps sowie Hinweise zu Kulturerlebnissen und jahreszeitlichen Höhepunkten.

Auch die Broschüre „Versuch einer Chronologie der Baumblütenfeste in Werder (Havel), die Anfang Februar binnen kürzester Zeit vergriffen war, wurde neu aufgelegt und ist in der Tourist-Information wieder kostenfrei erhältlich. Der Werderaner Ortschronist Dr. Baldur Martin hat mit dem 48-seitigem Büchlein offensichtlich den Nerv der Blütenstädter getroffen, die sich anhand des Textes mit der Geschichte des Volksfestes vertraut machen können. Die historischen Fakten sind beredtes Zeugnis des Auf und Ab der langen Festtradition. (ef)

Mehr erfahren: www.werder-havel.de/tourismus
Reisemagazin online: https://www.werder-
havel.de/media/com_form2content/documents/c35/a823/f329/reisemagazin_07012020_dt.pdf

Freundliche Grüße, Henry Klix

Sprechzeiten und Brückentag

Ab sofort ist die Stadtverwaltung Werder wieder zu den normalen Sprechzeiten zu erreichen.

Sie lauten für die Rathäuser
Dienstag 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr,
Donnerstag 8 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Freitag 7 bis 12 Uhr

und für den Bürgerservice
Montag 8 bis 13 Uhr,
Dienstag 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr,
Donnerstag 8 bis 12 und 13 bis 18 Uhr,
Freitag 7 bis 12 Uhr,
1. Samstag im Monat 9 bis 12 Uhr.

Wegen der Corona-Situation sind die Mitarbeiter nur telefonisch oder per E-Mail zu erreichen. Für Anliegen, für die ein persönliches Erscheinen unabdingbar ist (z.B. Aufgebot zur Eheschließung, Personaldokument beantragen), können Termine vereinbart werden.

Die Besucher müssen Mundschutz tragen und den Mindestabstand beachten. Der freie Zutritt zu den Verwaltungsstandorten ist ohne Termin weiterhin nicht möglich. Einwohner mit Atemwegsinfektionen werden gebeten, die Verwaltungsstandorte auch mit Termin nicht zu betreten, sondern den Termin abzusagen.

Am Freitag, den 22. Mai (Brückentag), sind alle Standorte der Stadtverwaltung geschlossen.

Mehr zu den Corona-Einschränkungen in der Stadtverwaltung: https://www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/173-coronavirus/2036-rath%C3%A4user-ab-11-mai-eingeschr%C3%A4nkt-ge%C3%B6ffnet.html

Freundliche Grüße, Henry Klix

Presseinfo der KAG Potsdam-Mittelmark

Presseinfo der KAG Potsdam-Mittelmark: Bürgermeister entsetzt vom Alleingang von
Bildungsministerin Britta Ernst


Pressemitteilung der Kreisarbeitsgemeinschaft der Bürgermeister und Amtsdirektoren im Landkreis Potsdam-Mittelmark zur Ankündigung einer eingeschränkten Regelbetreuung an Kitas und Horten im Land Brandenburg ... [Mehr [309 KB] ]

Halbzeit bei Online-Beteiligung

Halbzeit bei der Online-Beteiligung zum Fuß- und Radverkehr in Werder (Havel): Bisher 66 Hinweise und Vorschläge wurden abgegeben. 26 Vorschläge betreffen den Innenstadtbereich von Werder, 13 das Umfeld des Stadtbahnhofs. „Es wäre schön, wenn wir auch aus den Ortsteilen noch ein paar Stimmen zu dem Thema bekommen würden“, sagt der Referent für Einwohnerbeteiligung in Werder, Dr. Linus Strothmann.

Noch bis zum 4. Juni können Hinweise und Ideen unter www.werder-havel.de/onlinebeteiligung abgegeben werden. Werderaner können auf einer Karte verorten, wo sie Veränderungsbedarf sehen. Das Problem kann beschrieben und mit Fotos dokumentiert werden. Es können auch konkrete Verbesserungsvorschläge eingebracht werden. Insgesamt haben bis heute 31 Bürger diese Beteiligungs-Möglichkeit genutzt.

Am 24. April hatte die Stadt unter www.werder-havel.de/onlinebeteiligung die neue Onlinebeteiligungsplattform eröffnet. Ziel ist es, Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich digital in kommunale Entscheidungsprozesse einzubringen. Auf der Plattform, die mit dem gemeinnützigen Verein Liquid Democracy e.V. betrieben wird, können verschiedene Beteiligungsformen genutzt werden.

Gestartet wurde mit der Aufnahme von Hinweisen zur Fuß- und Fahrradwegeinfrastruktur. Diese Hinweise sollen in den Verkehrsentwicklungsplan Eingang finden, der derzeit von der Firma PST fertiggestellt wird. Zur Anmeldung auf der Onlinebeteiligungsplattform ist eine E-Mail Adresse erforderlich. Teilnehmer können frei entscheiden ob sie sich mit Klarnamen oder einem Pseudonym anmelden.

Freundliche Grüße, Henry Klix

Dank von Ärzten der Anlaufstelle

Ein Dank von Ärzten der Anlaufstelle für Atemwegserkrankte

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat vor einigen Tagen die Aktion #IhreAbwehrkräfte gestartet. Damit soll gezeigt werden, wie Vertragsärzte und ihre Praxisteams, Psychotherapeuten und Kassenärztliche Vereinigungen zur Bewältigung der Corona-Pandemie beitragen. Die Ärzteschaft der Anlaufstelle für Atemwegserkrankte in Werder beteiligt sich an der Aktion. Einige der 16 Ärzte haben in diesem Zusammenhang ein „großes Dankeschön“ verfasst:

Acht Wochen sind nun vergangen, seitdem die Corona-Pandemie auch in Werder (Havel) erste Auswirkungen zeigte. Nach einem Brief der Kassenärztlichen Vereinigung zum Thema Abstrichstellen haben sich Vertreter der Stadt Werder (Havel) und eine Handvoll Ärzte aus der Region Werder beratschlagt, wie man für die nächsten Wochen der Infektionswelle entgegentreten kann mit dem größtmöglichen Schutz für alle. Acht Wochen später ist es Zeit, einmal Danke zu sagen von uns Hausärzten.

- Danke für die von Anfang an sehr konstruktive und vor allem unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Stadt. „Wenn ein Problem auftrat, dann war es kurze Zeit später schon sehr unkompliziert und zu unserer größten Zufriedenheit gelöst“, sagt die Göhlsdorfer Allgemeinmedizinerin Katja Klemm. „Die Stadtväter haben uns in jeder Hinsicht immer zur Seite gestanden. Mit Rat und Tat und auch nicht zu vergessen mit erheblichen Geldmitteln, um notwendige Schutzmaterialien für die Arbeit in der Turnhalle zu besorgen.“

- Danke für den unermüdlichen Einsatz der Stadtverwaltung, trotz knapper Ressourcen immer noch wieder Quellen für Masken, Kittel und Desinfektion aufzutun. „Als Regionalbeirätin in der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg weiß ich von deren enormen Anstrengungen hinter den Kulissen. Aber die Erfolge in der Beschaffung von Schutzausrüstung waren dennoch begrenzt“, sagt Dr. Christine Falk, Allgemeinmedizinerin aus Werder. „Ohne die Hilfe unserer Stadtverwaltung hätten wir schutzlos arbeiten müssen. Unsere Stadt ist mit ihrem Engagement ein absoluter Ausnahmefall.“

- Danken möchten wir auch den freiwilligen Helfern in der Turnhalle. „Es sind sehr gemischte Teams aus Erziehern, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und auch freigestellten Mitarbeitern aus Bereichen des Gesundheitssystems, die uns die Arbeit unter den erschwerten Bedingungen einer Turnhalle erleichtert haben und erleichtern“, sagt der Glindower Internist Jan Hammann. „Nach einer kurzen Einarbeitung funktionierte die Triage am Eingang wunderbar. Außerdem haben gerade die nichtmedizinischen Mitarbeiter mit besonderem Elan und Eifer aber auch Herzblut und Fröhlichkeit einen großen Anteil zum Gelingen dieses Projektes beigetragen.“

- Danke möchten wir allen Bewohnern unserer Stadt sagen, die das auch für alle ungewöhnliche und einzigartige Projekt „Turnhalle“ mittragen. „Sie haben mit viel Verständnis diese Anlaufstelle aufgesucht und angenommen“, sagt der Werderaner Allgemeinmediziner Dr. Oliver Simsch. „Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Und durch diese besondere Maßnahme ist es uns gelungen, dass keine Arztpraxis krankheitsbedingt schließen musste. Das Praxispersonal konnte so vor einer Ansteckung mit COVID19 bisher bewahrt werden. Und es ist uns gelungen, die nicht infektkranken chronisch kranken Patienten zu schützen. Patienten konnten und können ohne Angst die Arztpraxen aufsuchen.“

- Danken möchten wir auch unseren ärztlichen Kollegen und unseren Praxismitarbeitern. „Viele haben uns mit Engagement und ohne Zögern unterstützt und diesem Projekt zum Leben verholfen“, sagt der Werderaner Allgemeinmediziner Jens Drews. „Ohne die breite ärztliche Unterstützung wäre ein wochenlanger Betrieb der Anlaufstelle nicht möglich. Und was wären wir ohne unsere tatkräftigen medizinischen Fachangestellten und Mitarbeitern. Diese haben sich selbstverständlich genauso in den direkten Kontakt zu den möglich oder tatsächlich Erkrankten begeben.“

Wir können nicht sagen, wie viele Erkrankungen wir mit unserem Projekt verhindert haben. Aber dank der Anlaufstelle hat sich bislang kein Werderaner in seiner Hausarztpraxis mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Viele Werderaner haben sich verantwortungsvoll verhalten und tun das gerade auch jetzt in einer Zeit der Lockerungen. Dennoch ist Werder Hotspot. Das Virus ist in der Stadt, bedingt vor allem durch die Ausbrüche in den Altersheimen, durch Bewohner und Beschäftigte, aber auch durch in Werder lebendes Krankenhauspersonal. Vorsicht und die Vermeidung von Kontakten ist in der Pandemie deshalb weiterhin zwingend geboten.

Trotz aller Erkrankten und trotz der leider auch Verstorbenen wollen wir auch über einen kleinen Erfolg reden: Die Anlaufstelle für Atemwegserkrankte als gemeinsame Initiative der Ärzteschaft und der Stadt ist ein Erfolg. Allein schafft in einer Krise niemand etwas. Es ist ein Erfolg von Vielen. Nur zusammen können wir in der Pandemie etwas erreichen. Und wir haben hier in Werder etwas Besonderes erreicht. So besonders, dass wir von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für eine bundesweise Kampagne angenommen wurden, die den tatkräftigen Helfern in der Krise ein Gesicht geben will: #IhreAbwehrkräfte.

Für diese Kampagne haben wir am letzten Wochenende ein kleines Fotoshooting vor der Turnhalle gehabt, mit breiter Beteiligung aller Helfer. Nun warten wir auf die Veröffentlichung in den Sozialen Netzwerken in den nächsten Tagen. Wir sind gespannt. Das ist eine Anerkennung einer Leistung, die nur mit gemeinsamem Einsatz möglich wurde. Und deshalb ist unser Anliegen heute: Einfach mal Danke sagen.

Von der Anlaufstelle für Atemwegserkrankte in Werder (Havel)

Jens Drews, Allgemeinmediziner,
Dr. Christine Falk, Allgemeinmedizin,
Jan Hammann, Internist,
Katja Klemm, Allgemeinmedizinerin,
Dr. Oliver Simsch, Allgemeinmediziner

Freundliche Grüße, Henry Klix

1401 Einwendungen gegen geplante Windräder

1401 Einwendungen zum Antragsverfahren über die geplante Errichtung von sieben Windenergieanlagen in der Gemarkung Ferch sind heute von Vertretern der Umweltvereinigung „Waldkleeblatt - Natürlich Zauche e.V.“ dem Landesamt für Umwelt in Potsdam übergeben worden. „Ein schönes Ergebnis, an dem man sieht, dass das Thema die Menschen in der Region umtreibt“, stellte Christian Große, 1. Beigeordneter der Stadt Werder (Havel) fest. Er erinnerte bei der Übergabe am Gemeindezentrum in Bliesendorf daran, dass sich zudem „die politischen Gremien unserer Stadt klar positioniert haben“. 
Die Stadtverordneten der Blütenstadt haben sich mit großer Mehrheit gegen die Errichtung eines Windparks im Wald bei Bliesendorf ausgesprochen und sich der „Brandenburger Erklärung“ zur Windenergie angeschlossen. Die unterzeichnenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister fordern darin unter anderem, die Regionalpläne hinsichtlich der Nutzung von Windenergie zu ändern. So sollen zu Wohnnutzungen ein Mindestabstand von 1500 Metern festgelegt und Windräder in Wäldern untersagt werden. „Erneuerbare Energie ist gewollt“, betont Christian Große, „aber mit Sinn und Verstand“.

„Wir als anerkannter Umweltverein werden uns ebenfalls mit Einwendungen den Klageweg offenhalten“, informierte bei der Übergabe Dr. Windfried Ludwig, seit 2006 Vorsitzender des "Waldkleeblatt - Natürlich Zauche e.V.“, der sechs Bürgerinitiativen aus der Region vertritt. Auseinandergerissen würde, wenn es zum Bau der Industriegiganten käme, „das zur Zeit noch größte geschlossene Waldgebiet, das sich von Lehnin über Werder bis nach Beelitz zieht, denn geplant sind ja drei Windparks. Der hier im Wald und zwei in der Reesdorfer Heide“. 
In der Region Werder gibt es seit Jahren erheblichen Widerstand gegen die Planungen zum Bau von Windrädern im Wald des sogenannten "Windeignungsbiets Bliesendorfer Heide". Eveline Kroll, seit 2014 Ortsvorsteherin von Bliesendorf und stellvertretende Vorsitzende von Waldkleeblatt, bedankte sich für die Unterstützung der Mitstreiter aus der Bürgerinitiative während des Beteiligungsverfahrens und der Bürgerinnen und Bürger, die sich dem Bürgerprotest so zahlreich angeschlossen haben. 
 
„Allein aus der Kernstadt Werder, Bliesendorf, Elisabethhöhe und Glindow kamen 603 Einwendungen, davon sind 490 umfangreiche Einwendungen“, berichtet Eveline Kroll. Bei so genannten umfangreichen Einwendungen wurde nicht nur der Vordruck des Vereins unterzeichnet, sondern mit eigenen Argumenten die persönliche Betroffenheit schriftlich zum Ausdruck gebracht.

Die öffentlichen und privaten Belange sehen viele Einwendungen besonders im Hinblick auf den Immissionsschutz, den Gesundheits- und den Brandschutz nicht gewahrt. Zudem würde der Tourismus als Wirtschaftsfaktor des Staatlich anerkannten Erholungsortes unangemessen beeinträchtigt. Die Erholungsfunktion des Waldes, der Naturschutz und die geologischen Besonderheiten seien nicht berücksichtigt, heißt es in weiteren Ablehnungen. 

Insbesondere die geplante Rodung von über 100 Hektar Wald nahe Bliesendorf würde der Umweltvereinigung Waldkleeblatt zufolge allein die Lärmbelästigung durch die Autobahn für die Anwohner erheblich verstärken – mit zusätzlichem Lärm – plus unter anderem Vibrationen (Infraschall) und Schattenwurf (Schlagschatten) durch die Windräder.
Waldtraud Plarre, Vorstandsmitglied von Waldkleeblatt, betonte, dass die Auswirkungen auch dramatisch für das Mikroklima in der Region sein werden. „Die Planungen werden ungeprüfte Folgen haben, denn es gibt keine Gutachten, besonders auch, was die Wasserrückhaltung auf den dann versiegelten Flächen betrifft.“ 

Die Firma NOTUS energy plant mit Zustimmung der Gemeinde Schwielowsee die Errichtung von sieben Windenergieanlagen im Umfeld der Autobahnabfahrt Klaistow nordwestlich des Beelitzer Ortsteils Fichtenwalde und südöstlich der Werderaner Ortsteile Glindow/Bliesendorf. Die Anlagen des Typs Vestas V150 mit einer Leistung von 5,6 Megawatt, einer Nabenhöhe von 166 Metern, einem Rotordurchmesser von 150 Metern sind insgesamt 244 Meter hoch. Das entspricht der Höhe des Berliner Fernsehturms, der Kölner Dom kommt auf 157 Meter.

Da das Verfahren aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht ordnungsgemäß öffentlich durchgeführt werden konnte, muss es allerdings wiederholt werden. Die jetzt übergebenen Einwendungen behalten jedoch ihre Gültigkeit. Im zweiten Beteiligungsverfahren können Interessenten weitere Einwendungen einreichen. (ef)

Freundliche Grüße, Henry Klix

Gedenken in Werder zum 75. Jahrestag

Gedenken in Werder zum 75. Jahrestag des Tages der Befreiuung

Bügermeisterin Manuela Saß hat heute Morgen mit der Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung Anette Gottschalk und dem Werderaner Ehrenbürger Werner Große am Denkmal „Den Opfern von Krieg und Gewalt“ auf dem Alten Friedhof der Opfer des 2. Weltkrieges gedacht. Am Denkmal wurde ein Blumengebinde niedergelegt.

Weitere Gebinde wurden zum 75. Jahrestag des "Tages der Befreiung" an den Gedenkorten in Kemnitz, Plötzin und Töplitz niedergelegt. Am Nachmittag nahm die Bürgermeisterin an einer Gedenkveranstaltung des überparteilichen Aktionsbündnisses "Weltoffenes Werder" auf dem Neuen Friedhof statt.
Worte des Gedenkens von Bürgermeisterin Manuela Saß:
"Meine sehr geehrten Damen und Herren,

es ist außerordentlich wichtig, auch in diesen nicht einfachen Zeiten zu gedenken. Es ist wichtig, an die schreckliche Zeit des Faschismus zu erinnern und nicht zu vergessen. Es ist wichtig, die schrecklichen Geschehnisse weiterzugeben, damit nicht vergessen wird. Und vor allem ist es wichtig, engagiert gegen jede Form des Extremismus, der Fremdenfeindlichkeit und des Hasses einzustehen.

Dafür gedenken wir heute, an diesem 8. Mai, dem 75. Jahrestag der Befreiung, dafür engagieren wir uns mit einem klaren Bekenntnis zum Frieden und dafür arbeiten wir auch in der weltweit agierenden Organisation Mayors for Peace, gegründet 1982 vom Bürgermeister Hiroshimas, mit.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
lassen Sie uns auf die Tage im Mai 1945 in unserer Stadt Werder blicken: Fünf Tage vor der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht sind in der Stadt Werder (Havel) die Rotarmisten einmarschiert. Werder war Garnisonstadt mit einem Fliegerhorst der Luftwaffe, pflegte aber in den Tagen vor dem Kriegsende zugleich den Ruf als Lazarettstadt.
An jenem denkwürdigen 3. Mai flatterten Laken und Tischtücher an den Häusern. Die Kirchtürme, die Mühle, das Rathaus, die Bürgerhäuser blieben unversehrt, als die Rote Armee mit Panzern, motorisierten Einheiten und pferdebespannten Panjewagen einmarschierte.

Es waren wenige Zeilen, die die Stadt vor der Zerstörung bewahrt hatten. Aufgesetzt und unterschrieben hatte sie der Werderaner Arzt Johannes Bamberg, Standortarzt für die 21 Kriegsgefangenenlager der Region und drei Lazarette:

„Werder hat im Frieden etwa 11 000, jetzt mit den Flüchtlingen etwa 18- bis 20 000 Einwohner. Kampfkräfte befinden sich nicht in der Stadt. Es sind hier 3 größere Lazarette mit etwa 1100 bis 1200 Verwundeten, darunter Schwerverwundete, eingerichtet. Dem gemäß erkläre ich Werder zur Lazarettstadt. Ich bitte um Bekanntgabe der Bedingungen, unter denen ein Beschuss unterbleiben würde.“
Am 3. Mai kommt die Antwort des sowjetischen Stabes von der anderen Havelseite in Wildpark-West: Alle Häuser seien mit weißen Fahnen zu versehen, die Einwohner sollten beim Einmarsch der Rotarmisten in den Häusern bleiben und die Übergabe um 18 Uhr stattfinden. So kommt es, wobei befreite Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene die Truppen mit Fliedersträußen in Empfang nahmen.

Ein Besucher, der einige Tage später durch Werder geht, staunt, dass nicht mal eine Fensterscheibe zersprungen ist.

Kurt Pape und Alfred Schultze haben die Erinnerung an jene Tage im Buch„Werder (Havel) 1945 – Zwischen fünf vor zwölf und fünf nachzwölf“ bewahrt, dafür vielen Dank.

Unsere Gedenken gilt an diesem 75. Jahrestag der Befreiung den Opfern der zwölf Jahre währenden Nazidiktatur. Es gilt heute vor allem auch denen, die unter unvorstellbaren Verlusten die nationalsozialistische Terrorherrschaft beendet haben, sowohl in den Reihen der westlichen Alliierten als auch auf Seiten der Roten Armee.

Der Offizier der russischen Armee N. Gerassimow hat am 3. Mai 1945 in einem Notenbuch mit Kompositionen von Beethoven dem Wirt des Gasthauses „Baumgartenbrück“ die folgenden, nachdenklich stimmenden Worte hinterlassen.

„Mögen die, deren Leben noch vor ihnen liegt und blühen wird in goldigen Sonnenstrahlen, daran denken und sich erinnern, daß wir oft vergessen haben zu essen, daß wir mitunter nicht wußten, ob es Tag oder Nacht ist, daß wir mit einem Lied in den Tod gingen, damit ihr – die junge Generation – nicht mehr so etwas erlebt, was wir erlebt haben.“

Freundliche Grüße, Henry Klix

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Henry Klix

Auf Anordnung

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